Erste Ausrückung für frisch gewählten Trabanten

Stefan Spindelböck

Seine erste Ausrückung als Substitut wird Stefan Spindelböck nicht mehr so leicht vergessen: 2014 begleitete die Bürgerliche Trabantengarde den Kaiserenkel Karl Habsburg bei der Eröffnung einer Ausstellung in Kötschach-Mauthen. Für die Trabanten sind Ausrückungen mit der Kaiserfamilie immer ein besonderes Highlight. Seither ist Stefan Spindelböck ein fixer Bestandteil unserer Gemeinschaft und eine feste Größe bei Ausrückungen und internen Terminen.

Stefan Spindelböck bei der Osterwache 2018
Stefan Spindelböck bei der Osterwache 2018

Am 19.03.2018 wurde er von der Vollversammlung der Garde einstimmig zum Trabanten gewählt. Knapp zwei Wochen später, zur Osterwache, rückte er zum ersten Mal als Trabant aus.

„Mit Stefan Spindelböck haben wir einen ruhigen, freundlichen und wertschätzenden Charakter für unsere Gemeinschaft gefunden, auf welchen wir uns insbesondere in der Organisation unserer Ausrückungen verlassen können. Es freut mich sehr, dass sich solch junge Menschen für unser Tun und die Tradition begeistern und aktiv engagieren. Das lässt mich in eine krisensichere Zukunft unseres Vereins blicken“, erklärt Hauptmann Andreas Ellersdorfer.

Stefan Spindelböck ist der älteste von drei Söhnen unseres aktiven Trabanten Manfred Spindelböck und arbeitet als Motorist im Familienunternehmen in St.Veit.

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Thomas Dörflinger zum Trabanten gewählt!

Trabantenwahl

„Wenn ein Trabant vom Eintritt in die Garde bis zum altersbedingten Ausscheiden Mitglied im Verein ist, dann ist es bei permanent 13 Mitgliedern schon ein besonderes Ereignis, wenn ein Substitut zum Trabanten gewählt wird“, zeigt sich Hauptmann Andreas Ellersdorfer im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2018 beeindruckt. In jener Sitzung wurde für den aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen freiwillig aus der Garde ausgeschiedenen Valentin Brugger ein Nachfolger gewählt.

Hptm Ellersdorfer gratuliert Thomas Dörflinger zum einstimmigen Ergebnis
Hptm Ellersdorfer gratuliert Trb Thomas Dörflinger zum einstimmigen Ergebnis

Die Wahl fiel einstimmig auf Thomas Dörflinger. Der 1991 geborene Angestellte in einem holzverarbeitenden Betrieb ist seit 2012 Substitut in der Bürgerlichen Trabantengarde und ist seither mit Begeisterung und Fleiß aktiv.

„Für mich ist die Wahl zum Trabanten ein großer Moment. Gleichzeitig ist damit eine große Ehre verbunden, dass ein einstimmiges Votum getroffen wurde“, freut sich Dörflinger.

Der scheidende Valentin Brugger übergab nach der Wahl seinen Degen an Thomas Dörflinger, der ihn hinkünftig an seines Statt tragen wird. „Zwar scheidet Tino Brugger als aktiver Trabant aus der Garde aus. Einen Abschied erkenne ich hier aber nicht. Er wechselt, um es mit Dantes Bild aus dessen Göttlichen Komödien zu vergleichen,  nur vom inneren in den äußeren Höllenkreis unserer Gemeinschaft und bleibt uns so stets gewogen“, lobt ihn Hauptmann Andreas Ellersdorfer.

Valentin Brugger war seit 2006 in der Bürgerlichen Trabantengarde und wurde 2011 zum Trabanten gewählt. Gleichzeitig war er seit 2012 Waffenmeister der Garde.

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Lachen! Plaudern! Feiern! Unser Sommerfest 2017!

Sommerfest 2017

Zum inzwischen 6. Mal feierte die Bürgerliche Trabantengarde intern sein Sommerfest, bei dem nicht nur die Gardemitglieder, sondern auch deren Familien eingeladen waren. Diesmal fand das Fest bei herrlichem Wetter am Hof der Fam. Fritz vlg. Planegger in Goggerwenig statt.

Bei heißen Temperaturen und kühlen Getränken tauschten sich die Trabanten und ihre Lieben über Neuigkeiten aus, die Kinder waren mit unterschiedlichen Spielen und dem Kälbchen „Graulinchen“ beschäftigt und der Hauptmann hatte die beste Möglichkeit, den einen oder anderen mit einer Ehrung auszuzeichnen.

So wurde Herr Josef Wernitznig zum Ehrentrabanten ernannt. Leutnant Franz Sattler bedankte sich bei Dr. Hannelore Zeinitzer für die umfangreiche Unterstützung der Garde. Ebenso wurden die beiden Geburtstagskinder Andreas Ellersdorfer und Günther Fritz umfassend gewürdigt. Zwar hatten die beiden schon im letzten Jahr ihre runden Geburtstage, feierten dies aber erst 2017 ausgiebig.

Mit dabei waren auch die Ehrenmitglieder Prof. Heinz Ellersdorfer, Lorenz Nussbaumer und Kurt Kuchling sowie unsere Fahnenpatin Helene Mock.

„Das Sommerfest ist schon eine richtige Institution geworden. Mir ist es ein großes Anliegen, dass sich die Trabanten mit ihren Angehörigen mit unserem Verein nicht nur kulturell identifizieren, sondern das Gefühl gewinnen, Teil einer großen Familie zu sein. Das Sommerfest ist dafür das richtige Instrument und gleichzeitig wieder die Motivation, auch nächstes Jahr ein solches Fest zu feiern“, ist Hauptmann Andreas Ellersdorfer überzeugt.

Das Sommerfest der Bürgerlichen Trabantengarde ist eine interne Feier, die jedes Jahr in einem anderen Rahmen stattfindet. So wird auch 2018 das Wirken und die Zusammengehörigkeit der Trabanten sommerlich gefeiert werden.

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Die Garde im Museum St.Veit

Die Ausstellungsfläche der Trabanten im Museum St.Veit wurde dieser Tage erneuert. So wird nun die Uniform des Ehrenleutnants Lorenz Nussbaumer ausgestellt. Und mit den schönsten Fahnenbändern der Garde wird der Themenbereich der Garde deutlich aufgewertet. „Die Garde im Museum St.Veit“ weiterlesen

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Unsere Degen im neuen Glanz

Unsere Degen im neuen Glanze
Der restaurierte Degen in voller Pracht
Der restaurierte Degen in voller Pracht

Ein wesentlicher Aspekt im Vereinsleben der Trabantengarde ist die Verantwortung der Uniform und Ausrüstung gegenüber. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurden immer wieder Teile der Uniformen repariert und erneuert.

Lange Zeit schon wurde darüber diskutiert, dass auch unsere Degen restaurierungsbedürftig sind – hierbei vor allem die Degenscheiden, die alt und brüchig waren.

Es handelt sich hier  um die Originaldegen, die der Garde Ende des 19. Jahrhunderts verliehen wurden. Identifiziert wurden sie als „Österreichischer Degen für Militärbeamte  –  M 1890“.

Im Laufe des vergangenen Jahres recherchierten wir sehr intensiv in Bezug auf unsere Bewaffnung. In  Kontakten mit diversen Restauratoren, Militär-Insidern und dem Dorotheum in Wien versuchten wir eine „österreichische Lösung“  zu finden. Unser Dank für die Mithilfe gilt hier dem Blankwaffen-Experten des Dorotheums, Herrn Hellmer, dem Wiener Restaurator Mag. Hron und unserem ehemaligen Militärkommandanten, Generalmajor Gerd Ebner.

Trotz aller Bemühungen war es uns nicht möglich, für die Kombination  der Degen-Restaurierung und gleichzeitiger Erneuerung der Degenscheiden einen Ansprechpartner innerhalb Österreichs zu finden.

Der Spürnase unseres Trabanten Bernhard Wolte ist der Kontakt zur Firma WKC in Solingen zu verdanken. Bei seinen Nachforschungen stieß er auf diese alteingesessene Firma, die seit 1883 besteht, sich auf die Manufaktur von Blankwaffen spezialisiert hat und hier Weltruf genießt.

 

In mühevoller Kleinarbeit führte Leutnant Franz Sattler eine Bestandsaufnahme unserer Degen durch. Im Rahmen zweier Termine mit dem Geschäftsführer der Firma WKC, Andre Willms, wurden mehrere Restaurierungsvarianten besprochen. Der Spitzfindigkeit und dem Einfühlungsvermögen von Andre Willms ist es zu verdanken, dass wir nun eine hervorragende  Lösung vorliegen haben – Scheiden mit einem lederummantelten Holzkern, die seit etwa 100 Jahren im Lager der Firma schlummerten – und offensichtlich auf  unsere Degen „gewartet“ haben.

Feinarbeit bis ins letzte Detail
Feinarbeit bis ins letzte Detail

WKC erneuerte sämtliche Messingbeschläge in Handarbeit, passte die Holzscheiden individuell auf jeden einzelnen Degen an und ließ den einzelnen Degenteilen selbst eine „Wellnessbehandlung“ zukommen. Bei genauester Betrachtung durch den Experten konnten wir im Vorfeld  feststellen, dass nahezu alle Degen Beschädigungen aufweisen, die anzunehmenderweise  vom tragischen Unglück am Katschberg im Jahre 1950 stammen. Soweit technisch möglich wurden diese Beschädigungen ausgebessert und den Degen neuer Glanz verliehen.

In diesem Zusammenhang  möchten wir zwei Personen hervorheben, die uns in diesem Projekt hervorragend betreuten:  Herr Koch in der Produktion und Frau Marne in der Kundenbetreuung.

In Zeiten des weltumspannenden Handels  sollte der Transport zwischen Sankt Veit und Solingen kein Thema sein. Doch die Einzigartigkeit unserer Originale gebot es uns, die Degen persönlich zu übergeben und auch persönlich wieder abzuholen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn die Garde über viele Wochen waffenlos ist und unsere  Degen in fremden Händen liegen.

Umso schöner ist das Gefühl, die restaurierten Degen in ihren glänzenden Scheiden mit leuchtenden Augen in Händen halten zu dürfen. Mögen sie auch den nachfolgenden Generationen noch Freude bereiten und gute Dienste leisten.

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